Datum: 25.06.2018
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Tag 1

Tag 1 / Bischofswiesen - Waidring - Radfeld (Wörgl) 122 km, 1100 hm

Freitag den 22.07.2016 war es soweit. Meine neue Route sollte über die Westalpen führen und erfoderten eine lange Anfahrt. 13.00 Uhr nach der Arbeit war Start -wie immer- in Bischofswiesen. Das heutige Ziel war Wörgl oder soweit es das Wetter zulässt, denn wie jedes Jahr ist es Ende Juli immer noch recht unbeständig.

Über Bad Reichenhall ging es nach Unken und weiter über den Paß Strub nach Tirol über Waidring, Erpfendorf, St. Johann. Die erste Rast war beim Stanglwirt in Going. Weiter über Elmau und zu dem heutigem Ziel nach Wörgl. Da ich noch genug Reserven hatte entschloss ich noch weiter zu fahren.

Etwas später kam ich in ein Gewitter und legte eine Zwangspause ein. Ich radelte noch bis Radlfeld und nach 122 km und 1100 hm war erst einmal Schluss. In der Pension Possenhof kam ich gut und günstig unter.

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Tag 2

Tag 2 / Radfeld (Wörgl) - Landeck 144 km, 770 hm


Diese Etappe sollte die Längste der gesamten Tour werden. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Pension Posserhof war der Start um 8.00Uhr und es waren 142 km und 770 hm zu bewältigen. Immer auf dem Inntalradweg spulte ich die Kilometer ab. Also kurz gesagt war diese Etappe die langweiligste und ist für Mountainbiker, die vorwiegend in den Bergen unterwegs sind nicht zu empfehlen, aber nun ja ich mußte irgendwie zum Einstieg kommen.


Irgendwann nach Innsbruck wurde die Umgebung etwas abwechslungsreicher. Man sah verrückte Motoradfahrer die versuchten eine Schlucht senkrecht nach oben zu fahren, man wurde von Hunden angegriffen und sah einen tödlichen Motoradunfall in Innsbruck.


Ursprünglich sollte die Anfahrt mit der Bahn nach Garmisch und dann mit dem Rad über den Fernpass nach Landeck erfolgen. Mir wurde abgeraten, die Etappe von Garmisch nach Landeck hätte keinen Reiz, was mir unterwegs auch bestätigt wurde.

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Tag3

Tag 3 / Landeck - St. Anton - Konztanzer Hütte - Heilbronner Hütte - Galltür - Ischgl - Bodenalpe 83,1 km; 2394 hm


Nach einem ausgiebigem Früchstück im Hotel Mozart startete ich meine dritte Etappe. Diesmal veließ ich hinter St. Anton die Bundesstraße in Richtung Südwesten ins Vervall Tal. Mit recht angenehmer Steigung geht es bis zur Konztanzer Hütte. Hier ist schon ziemlich viel los. Für die meisten ist das die erste Etappe Ihrer Alpenüberquerung für mich die Dritte.


Kurze Zeit später ist 1.5 h schieben angesagt.Über Serpentinen und kurzen Tragepassagen schlängelt sich der Weg bis zum Fuße des Schaidsees von dem auch die Heilbronner Hütte sichtbar wird. Ab hier geht die Abfahrt von 2280 hm auf 1700 hm hinunter bis ein 100 hm Aufstieg zum Koppssee erfolgt. Nach kurzer Besichtigung geht es weiter ins Tal nach Galltür und schließlich nach Ischgl.


Ab hier der letzte Anstieg zur Unterkunft Bodenalpe. Die ersten Kehren sind ziemlich steil dann jedoch neigt sich das Gelände zurück. Nach 500 hm war schließlich das Ziel erreicht. Ein kurzer Schauer zwang mich zwischendurch zu einer Pause. Ohne Reservierung hätte man Pech gehabt. Radlstellplatz in der Garage und gutes Essen. Sehr gute und preiswerte Unterkunft.

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Tag 4

Tag 4 / Bodenalpe - Heidelberger Hütte - Fimberpass - Scuol - Pass da Costainas - Tschierv 68,2 km; 2224 hm


Früh morgens klingelt der Wecker um 6.30 Uhr und Start nach dem Früstück war um 7.30 Uhr. Die Hütte war voll und ohne Reservierung war nichts zu machen. Die Bodenalpe liegt auf ca. 1800 hm und der erste Pass -der Fimberpass- lag auf 2600 hm. Der fahrbare Weg ging mäßig steigend bis zur Heidelberger Hütte. Leider war die Aussicht nicht besonders und die Gipfel in Nebel gehüllt. Ich bin als erster von der Bodenalpe aufgebrochen. Eine Übernachtung in der Heidelberger Hütte auf der Schweizer Seite war -wie ich im nachhinein erfuhr- erschwinglich da Alpenvereinshütte des DAV. Für mein Vorhaben heute noch die Uinaschlucht zu durchqueren wäre Sie idealer gewesen, so hab ich schon einiges an Zeit verloren.


Ab der der Heidelberger Hütte ist jedenfalls schieben angesagt. Trotz der feuchten Witterung war es auch bis zum Fimberpass einigermaßen mild. Noch schnell ein Gipfelfoto und schon ging es ins Tal. Hin und wieder waren aber doch noch einige Schiebepassagen dabei. Nach der provisorischen Brücke wurde es auf dem folgenden Forstweg angenehmer. Auf einer Alm sah ich dann einen Hubschrauber gleich neben des Weges dachte mir aber eigenltlich nichts dabei. 100 m weiter machte man mich aber darauf aufmerksam das der Weg wegen der Umsiedlung einer Hütte gleich gesperrt würde. Das Spektakel wollte ich mir nicht entgehen lassen.


Leider wurde aber gleich nach einem ersten Anlauf nichts daraus -falsch eingehangen, der Bauer wurde sichtlich nervös als der Hubschrauber abbrach. Also weiter ging es. Die nächste Etappe des heutigen Tages sollte die Uinaschlucht werden, jedoch sahen die Wetterausichten für den Nachmittag alles andere als rosig aus, ich hätte also mit Regen und Gewitter rechnen müßen, in der Unia-Schlucht soll das nicht lustig sein. Desweiteren sah mein Plan am nächsten Tag die Ortlerüberquerung übers Stilfser Joch vor welches bei schlechtem Wetter auch nicht so ohne ist (2850 m.ü.n.N.). Bei der Weggabelung Tschern - Uina mußte ich jetzt eine Entscheidung treffen.

Eine Radlgruppe aus dem Allgäu kam zufällig des Weges der ich mich der ich schließlich anschloss, mir fehlten nähmlich genau für die folgende Ausweichroute das Kartenmaterial sowie die GPS - Route.


Es ging also weiter über Sent nach Scuol, hoch ins Val S-Charl über den Pass da Costainas auf 2251 m.ü.n.N. und schließlich nach Tschierv in den Gasthof La Vopa. Sehr zweckmäßig und für Schweizer Verhältnisse günstig.

 

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Tag 5

Tag 5 / Tschierv - Val Mora - Lago di Cancano - Bormio - S. Antonio 55,1 km; 1083 hm


Die erste und letzte Übernachtung in der Schweiz in Tschierv, denn heute geht es wieder nach Italien. Im Gasthaus "La Vopa" sind wir für Schweizer Verhältnisse relativ günstig unter gekommen. Sehr nette Gastgeber, das Bier gibt es bei Ihnen in Kübeln, zumindestens wurde immer die Frage gestellt "noch ein paar Kübel Bier?", lustig zum anhören.


Im Garten ist direkt am Grillofen eine Klingel angebracht die den Wirtsleuten signalisiert das die leeren Kübel bitte aufgefüllt werden sollen.


Jedenfalls ging es nach einem gutem Frühstück auf eine etwas entspanntere Tour. Nach der gestrigen doch etwas anstrengenden Etappe heißt es heute Kräfte mobilisieren. Nach wenigen Kilometer einrollen (es waren übrigens auch Musikinstrumente im Wald angebracht) begann der Einstieg ins Val Mora. Von ca. 1700 m ü.n.N. arbeiteten wir uns stetig bis auf 2250 m ü.n.N. nach oben. Nach einer kurzen Rast und Getränke auffüllen folgte dann eine lange relativ flache Passage. Die Abfahrt war ein super Trail der zwar stellenweise etwas ausgesetz aber sonst komplett fahrbar war. Er führte uns dann durch die immer mehr werdenden Geröll- und Schutthalden nach Lago di san Giacomo auf 1950 m ü.n.N.


Am Ende des Sees oberhalb der Staumauer war Essenszeit mit Ortlerblick. Spagetti Bolognese und eine kleine Apfelschorle 26,00 €. Wir dachten wir sind in der Schweiz und sogar Ich beim schreiben dieser Zeilen. Jetzt stellte ich aber fest, das wir die Grenze nach Italien bereits überquert hatten!


Über einige Serpentinen vom sogennannten Tori di Fraele geht es durch Bormio nach San Antonio ins Hotel Rododendri.

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Tag 6

Tag 6 / S. Antonio - Passo Gavia - Pezzo - Motozzo Scharte - Lago di Pian Palü - Peio Fonti 59,8 km; 2557 hm


Heute am sechsten Tag des Alpencross sieht das Wetter nicht ganz so rosig aus. Es stehen zwei Pässe auf dem Programm. Der Gavia-Pass als Straßenpass sowie die Montozzo-Scharte mit jeweils über 2650 m ü.n.N..


Wir starten auf einer Höhe von 1350 m ü.n.N. und kurbeln uns durch den Stevio-Nationalpark bei einer moderaten Steigung nach Santa Catarina Valvura auf 1750 m ü.n.N. Anschließend geht es über 10 Kehren auf 2250 m ü.n.N. im vor der im Nacken liegenden Regenfront. Jetzt geht es die letzten 450 hm moderat bis zur Passhöhe von 2652 m ü.n.N.. Ein kurzer Besuch auf dem "Gipfel", eine kleine Einkehr und eine Fotosession rundeten den Besuch ab.


Dann ging es hinunter nach Pezzo auf eine Höhe von 1500 m ü.n.N.. Kurz vor dem eigenlichen Ort ging es scharf Links auf eine Forststraße nach Case di Visio. Einem Dorf was am Ende der Kriegszeit verlassen wurde und im ursprünglichen architektonischen Stil belassen wurde. Sehr interessant, man fühlt sich Jahrzehnte zurückversetzt.


Am Ende des Dorfes geht es dann über 19 Kehren von 1780 m ü.n.N. bis auf 2460 m ü.n.N. unterhalb der Berghütte Rifugio Bozzi. Der Weg ist fast ausnahmslos fahrbar. Das Wetter sah gut aus, die Wolken schienen sich aufzulösen.


Am kleinen See der sich unmittelbar unterhalb der Scharte befindet war mit fahren vorbei. Die letzten 200 hm mußten geschoben werden.
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Tag 7

Tag 7 / Peio Fonti - Dimaro - Madonna di Campiglio - Tione di Trento - Creto 86,4 km; 1476 hm

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Tag 8

Tag 8 / Creto - Tremalzp - Torbole 66 km; 1745 hm

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Andre' Sulk | Email: info@videcon.de | http://www.videcon.de