Datum: 21.05.2018

Nach einer ruhigen Nacht im Hotel Koch begann für mich die Fahrt in eine ungewisse Alpenhauptkammüberquerung. Leider war das Wetter alles andere als Einladend. Es nieselte so vor sich hin. Von Uttendorf auf 780 m.ü.n.N. bis zur Talstation waren es etwa 700 hm. Für mich genug in Anbetracht der Wetterlage. Ab hier ging es mit der Seilbahn bis zur Rudolfshütte auf ca. 2500 m.ü.n.N.

Ab hier ging es erst einmal nach einer kurzen aber wichtigen Stärkung und Aufwärmung rund 200 hm abwärts um dann im dichtesten Nebel Richtung Kalser Tauern wieder aufzusteigen.

Nach der Umgehung des Weißsees erfolgte der Aufstieg durch feuchtes, Schroffes und mit nicht wenigen Schneefeldern bedecktem Gelände. Schließlich erreichte ich den Kalser Tauernpaß und sah im Nebel ein scheinbar unendliches Schneefeld in Richtung Oberer See auf der Osttiroler Seite. Glücklicherweise war die Fläche am Ende doch überschaubar. Ab seinem Ende war es schlußendlich doch eine ziemliche Quälerei bis zum Dorferer See. 4 Stunden schieben und tragen, keine Möglichkeit zum fahren, völlig duchweichte nasse Schuhe aber glücklicherweise kein Nebel und moderate Temperaturen hatten es in sich. Jedenfals als Alpenhauptkammüberquerung nur bedingt empfehlenswert. Man ist dabei in jedem Fall ein Exot.

Irgendwann erreicht man den Dorfer See und erst weit nach dem Ende des Sees beginnt der fahrbare Bereich, also etwas oberhalb der Kalser Tauernhütte. Den Umstand das das Radlfahren durch die nachfolgende Klamm verboten ist vernachlässigen wir mal in Anbetracht der Umstände.

In Huben im Cafe Lander'l war meine heutige Etappe zu Ende.


Andre' Sulk | Email: info@videcon.de | http://www.videcon.de