Datum: 20.07.2018

Beschreibung

Hundsstein(Dientner Grasberge, Maria Alm )

Anfahrt:

Autobahn München - Innsbruck, Ausfahrt Kufstein Süd, weiter Richtung St. Johann/Felbertauern. Von St. Johann über Fieberbrunn nach Saalfelden und weiter nach Zell am See. Kurz vor Zell am See die Bundesstraße nach rechts verlassen (Richtung Thumersbach). Bald nach dem Ortsschild von Zell am See links nach Thumersbach abbiegen. Kurz nach dem Ortsschild von Thumersbach links abbiegen und der Ausschilderung Hundstein/Gasthof Waldheim folgen. Am Ende der Straße nach dem Gasthof Waldheim befindet sich auf der rechten Seite ein Wanderparkplatz.

Route:

Vom Skizentrum Hintermoos direkt auf der stillgelegten Piste in Richtung Landeck 1899 m. Unterhalb nach rechts auf den Sommerweg schwenken. Bei großer Schneelage aber zum Gipfel und weiter auf dem Grat. Immer schön im Bereich der Zaunpfähle bleiben. Nun gehts am Gratrücken entlang. Eine kurze Passage erfordert etwas Umsicht und Geschicklichkeit. Danach folgt der erste steilere Aufschwung welcher direkt mit zwei bis drei Spitzkehren überwunden wird, oder rechts auf dem Sommerweg umgangen werden kann. Dies ist aber nicht immer möglich,weil der Weg teilweise komplett eingeschneit und dann sehr steil ist. Es geht gemütlich rechts am Rauchkopf vorbei. Auch hier sind wieder die großen Wechten links zu beachten. Jetzt kommt die Schlüsselstelle der Tour. Mit guter Gehtechnik und gutem Material kann der letzte Aufschwung direkt angegangen werden. 4 Spitzkehren sollten reichen, um die letzte Kehre der Straße zu erreichen, aber das Gelände ist steil und oft vom Wind ausgeblasen und hart. Etwas einfacher, aber auch nicht ganz leicht, gehts über die Fahrstraße. Falls eine Spur vorhanden ist, kein Problem, ansonsten hilft manchmal nur ein kräftiger Schritt um sich selber eine Spur zu treten. Die abschließenden Meter zum Gipfel sind dann nur mehr ein Genuss. Man sollte unbedingt, gleich am Beginn der enormen Gipfelwechte, einen vorsichtigen Blick in das, für einen Grasberg gewaltige, Kar zum Hundsteinsee werfen. Der Gipfel selbst bietet dann genügend Platz für eine windgeschützte Rast. Das Panorama ist wirklich einmalig. Die Hohen Tauern gleich gegenüber, der Zeller See rechts mit den Kitzbühler Alpen, die Nördlichen Kalkalpen, Kaiser, Leoganger und Loferer Steinberge, Steinernes Meer und Hochkönig, Tennengebirge, Dachstein bis zu den Niederen Tauern. 

Abfahrt:

Abfahrtsmöglichkeiten gibt es vom Hundstein unzählige. Die sicherste Variante führt über den Aufstiegsweg zurück bis ca. 200 Meter vor den Anfellplatz. Dann die schönen Osthänge immer etwas rechts haltend bis in den Handlergrund abfahren. Nach einem kleinen Gegenanstieg folgt man der Straße bis zur Eggeralm und weiter der Straße entlang bis zum Bundesportheim in Hintermoos und der Skipiste bis zum Ausgangspunkt. Wie gesagt, die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, aber auch teilweise steil und unübersichtlich. 

Charakter / Schwierigkeit:

Die mittelschwere Skitour führt am Gipfelaufbau über einen großen, etwa 35 Grad steilen, tollen Hang. Skitechnisch ist die Passage nicht schwierig, doch zumindest bei Hartschnee unangenehm. Und den findet man hier des öfteren, denn die westseitige Flanke ist oft recht abgeblasen oder windgepresst. Als Lohn für die Aufstiegsmühe erhält man dann eine grandiose Sicht auf die Chiemgauer, die Steinberge, die Hocheisgruppe und die Tauern. Trotz etwa einstündigem Anstieg über den Forstweg ist die Tour insgesamt sowohl skifahrerisch, als auch landschaftlich lohnend.

Lawinengefahr:

mittel (auf der Normalroute); leicht ab Skigebiet

Exposition:

Vorwiegend Nord.

Aufstiegszeit:

2,5 Stunden

Tourdaten:

1200 Höhenmeter Beste Jahreszeit: Januar bis April (auch als Firntour sehr beliebt) 


Andre' Sulk | Email: info@videcon.de | http://www.videcon.de