Datum: 19.09.2018

Gibt es eine wesentliche Erwärmung über die normalen Schwankungen hinaus?

Schon diese einfach klingende Frage ist nicht einfach zu beantworten. Warum? Es gibt schlicht keine präzisen Aufzeichnungen der Durchschnittstemperatur der Erde, noch der nördlichen Halbkugel, die präzise Aussagen über hundert Jahre oder mehr zulassen. Niemand kann mit Fug und Recht behaupten zu wissen, was normal ist. Man behilft sich daher mit willkürlich gewählten Jahresdaten und ernennt diese ebenso willkürlich zur Normalität, folgerichtig dann, alle Abweichungen davon, als Anomalien. Schon dieser negative Ausdruck "Anomalien" zeigt wohin man die Richtung steuern will. So verwendet as IPCC -aber auch nicht immer- die (unbekannte) Globaltemperatur von 1750. Rein zufällig in der Nähe eines Minimums der kleinen Eiszeit gelegen. Darauf werden sämtliche Hochrechnungen bezogen, auch die "Grenze" von 2 °C die man hofft bis 2100 nicht zu überschreiten. Von diesen 2°C Begrenzung sind bereits 1°C verfrühstückt, denn Auslöser der ganzen Hysterie ist ja die Erwärmung im 20. Jahrhundert.

Zurück zu den Messungen. Was es gibt -und das wird auch genutzt- sind indirekte Messungen (Proxydaten) aus Baumringen, Ernteaufzeichnungen, historische Beschreibungen, Isotopenbestimmungen in Eisbohrkernen etc. Erst seit ca. 145 Jahren gibt es dazu mehr oder weniger breiter angelegte methodische Temperaturaufzeichnungen5, erst in Europa, dann inden USA und Australien zum Schluß auch im Rest der Welt. Waren um 1860 erst ca. 300 Wetterstationen im Einsatz, wurden im Jahre 1970 weltweit ca. 6.000 Wetterstationen gezählt, die dann wieder schrittweise abgebaut wurden, auf nur noch 1.400 wie das WMO heute ausweist. Erst seit 1979 umrunden Wettersatelliten die Erde, die eine verläßliche Datenbasis für die Entwicklung der Durchschnittstemperaturen der oberen Atmosphärenschichten geben.


5 Professor Dr. Helmut Kraus, emeritierter Direktor des Meteorologischen Institutes der Universität Bonn hat das Lehrbuch "Die Atmosphäre der Erde"geschrieben (2002). Dort steht im Kapitel "Bodennahe Klima Änderungen"der Satz: "Am Beispiel beider Stationen (Anm.: Wien und Hohenpeißenberg) erkennt man deutlich, dass es zum Ende des 18. Jahrhunderts noch etwas wärmer war als heute”


Die Durchschnittstemperatur der Erde

Es gibt in der Natur keine Durchschnittstemperatur, es gibt nur lokale Temperaturen. Und nur die konnte man relativ ungenau - jedenfalls bis Ende 1979- messen. Die Durchschnittstemperatur ist ein künstliches Konstrukt, das erst vor kurzem erfunden wurde. Deswegen ist ihre Ermittlung auch so kompliziert, mit Fehlern behaftet und chronisch ungenau. Warum ist das denn so kompliziert, fragt man sich, in Thermometer ablesen kann doch jeder. Sicher, nur nicht alle gleich gut,nicht alle gleich genau und nicht alle regelmäßig genug und vor allem: Diese Thermometer zeigen die punktuelle Temperatur der lokalen Umgebung in ca. 2 m Höhe an. Und diese Umgebung änderte sich fast überall rasant im Laufe der letzten ungefähr 145 Jahre. John Daly, ein privater Klimaforscher der ersten Stunde, hat sich der mühsamen Aufgabe unterzogen, die Genauigkeit und Zuverlässigkeit dieser bodennahen Meßstationen zu überprüfen. Er fand heraus6 daß nur eine sehr kleine Anzahl von Bodenmeßstationen - die ausschließlich in menschenleeren Zonen in den entwickelten Ländern liegen, zuverlässige Zeitreihen für die Temperaturen erbrin-gen. Diese und nur diese stimmen dann sehr genau mit den Satellitenmessungen überein, auch mit den Wetterballonmessungen, reichen aber für eine Durchschnittsbildung der ganzen Erde, oder auch nur der nördlichen Halbkugel, bei weitem nicht aus. Ihre Distanz zueinander beträgt tlw. um die 2000 km und mehr, d.h. die Temperaturen von Berlin und Madrid würden miteinander verglichen.Tatsache ist, daß kein Mensch weiß, wie groß die Erwärmung über diese lange Zeit wirklich war, zumal die zugrundeliegenden Datenkollektivestets verändert werden, so wie die Inflationswarenkörbe, und-noch schlimmer- die Meßgenauigkeit7 bestenfalls ± 0,5° C beträgt! Die Bestimmung der Globaltemperatur von 1860 z.B. beruhte nur auf 300 nordhemisphärischen Wetterstationen. Heute sind es nach WMO 1.400, wobei für je eine Fläche von 250 000 km2 (Gitterpunktweite 250 m) eine Temperatur genommen wird. Bleibt außerdem noch zu erwähnen, daß 70 %der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind. Dort sind nur sehr wenige ständige Meßstationen installiert. Mehrmals pro Jahr, aber nur an sehr wenigen Stellen fahren Schiffe über die Gitterquadrate auf See, schöpfen mit Eimern das Wassser und messen darin die Temperaturen. Diese Temperaturen werden dann an Land gemeldet. Früher per Schiff und Boten oder Post, dann per Telegraph oder Funk. Die Gruppe um Phol Jones hat 1982 erstmals die Zeitreihe 1860-1980, die zu der angeblichen Erwärmung von 0,6°C führten, konstruiert, natürlich strengst wissenschaftlich!! Das kann aber nicht gutgehen. Als das IPCC (der pseudowissenschaftliche UN Arm für diesen Wirbel) sich zur Vorbereitung des kommenden Assessments No.4 mit dieser Frage auseinandersetzte, stellten sie fest, daß nur die beiden Meßmethoden: Wetterballon und Satellitenmessung; sehr gut übereinstimmen, starke Abweichungen aber zu den terrestrischen Messungen gegebensind. (Sie zeigen - wider alle Theorie, die höhere Temperaturen gerade in den oberen denn in den unteren Luftschichten fordert – deutlich zu hohe Werte an). Statt nun diese verfälschten Werte wegzulassen, einigte man sich darauf, daß diese Unterschiede- die sehr gravierend sind und vor allem in den Vorhersagemodellen wirken- , Ursachen in einer noch unverstandenen Atmosphärenphysik hätten, die es genauer zu untersuchen gälte. So schafft man Arbeitsplätze in Wissen-schaft, Forschung und Verwaltung.


7 nach gewiesen von z.B. Bob Pawley Penticton, BC Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!“A TECHNICIAN’S VIEW Of ’’GLOBAL WARMING”April 2006


Die aktuelle Entwicklung

Sei es wie es sei: Bis 1979 sind alle Experten auf ungenaue und zu hohe Temperaturmeßreihen angewiesen, seit dieser Zeit nicht mehr. Das folgende Bild zeigt daher die bis ca.1860 nur indirekt erforschte, ab 1860 mit vielen Unstimmigkeiten gemessene und seit 1979 genauer gemessene Temperaturkurve der Erde.

Die mittelalterliche Warmzeit und kleine Eiszeit

Abbildung 1: Temperaturverkauf der letzten 1200 Jahre

Wie man sieht, gab es einen dicken Buckel im Mittelalter, die Experten streiten sich noch, ob dieser Buckel etwas größer oder etwas kleiner als + 2° C über unserer heutigen Durchschnittstemperatur gelegen hat. Darüber lag er auf jeden Fall.Man erinnere sich an die Schulzeit, da wurde uns beigebracht, daß die Wikinger im Jahre um 980 Grönland besiedelten. Immerhin soweit erwärmt, daß es die Besiedlung und den Ackerbau (Grünland) erlaubte. Oder wie Menzies berichtet,daß die Chinesen um 1420 mit ihren Erkundungsflotten auch das arktische Meer befuhren und dort kaum Eis vorfanden. In Trondheim wurde Wein angebaut und in den Alpen waren die Baumgrenzen ein paar 100 m höher als heute. Es war eben schön warm. Die Ernten reichlich, die Menschen konnten überwiegend gut leben. an nennt diese Zeit das mittelalterliche Klimaoptimum! Die Temperatur –wärmer als heute- warfür Mensch und Tier optimal! Die große Frage ist. Wie haben es die Menschen im ausgehenden Mittelalter geschafft die Globaltemperatur zu beinflussen? Durch das CO2 ihrer Kamine, ihrer Lagerfeuer? Industrie und Verkehr in heutiger technologischer Ausprägung und Menge gab es ja noch nicht. Es war doch so schön alles im Einklang mit der Natur. Ein großes Rätsel, zu dem das IPCC bisher keine so richtigen Erklärung fand.Um das Jahr 1900 begann dann ein Verlauf wie er detaillierter und überlagert mit dem errechneten" CO2 Verlauf in der folgenden Grafik gezeigt wird.

Abbildung 2: Temperaturverlauf und CO2-Entwicklung der letzten 1000 Jahre

Dort sehen wir den vom IPCC 2001 im 3. Assessment-Report herausgegebenen Wert der CO2 Kurve überlagert vom (in der Grafik bereits korrigierten) Temperaturverlauf den in seinem Originalverlauf ein Dr. Mann 1998 errechnet hatte, die so genannte "Hockeystickkurve”. Die Originalkurve des Dr. Mann(wird weiter unten gezeigt) wurde in diesem Bericht an die 70 mal gezeigt. Sie zeigte aber das mittelalterliche Klimaoptimum nicht und wurde daher von den kanadischen Wissenschaftlern Stephen McIntyre & Ross McKitrick kurze Zeit später und gegen viele Widerstände, korrigiert. Gezeigt wird hier die korrigierte Kurve der beiden Wissenschaftler.
Diese "Hockeystickkurve" hat eine eigene denkwürdige Geschichte, die ich den Lesern nicht vorenthalten will. Aber zu-erst gucken wir uns mal den Verlauf er beiden Kurven an.Wir sehen starke Schwankungen der Temperatur, aber so gut wie keine Schwankungen des CO2 Anteiles der Atmosphäre. In keiner erkennbaren Weise verknüpft oder eng korreliert mit dem Temperaturverlauf. Nur im letzten Rest, so gegen 1920 steigt die Temperatur an (es wirkt stärker weil durch den Maßstab verzerrt) dto. der CO2 Anteil. Sollte plötzlich die Physik Kapriolen schlagen und CO2 auf die Temperatur heftig wirken lassen, oder war es vielleicht umgekehrt? Ich komme noch darauf zurück, aber zuerst wollen wir die bodennahe Temperaturentwicklung bis zur Gegenwart verfolgen. Das Goddard Institute (GISS) in den USA hat diese Werte ermittelt, wie gesagt auf Basis der bodennahen ungenauen und unzuverlässigen Meßstationen.

Abbildung 3: Globaltemperatur nach GISS Bodenmessung

Wir sehen dort einen Abfall ab 1880 dann einen recht starken Anstieg von + 0,5 °C bis 1940 dann wieder einen deutlichen Abfall bis 1976 (obwohl in diesem Zeitraum die CO2 Emissionen um 400 % anstiegen!) und von dort einen Anstieg bis 1998, dem Jahr mit der höchsten Spitze bedingt durch die El Niño Kapriolen und weiter bis 2005. (Dieser Abfall bis 1976 veranlaßte übrigens damals, den immer noch berühmten IPCC Forscher Prof. Stephen Schneider eine fürchterliche Eiszeit ab 2000 vorher zu sagen, heute prognostiziert er und mit ihm die UN eine mindestens so fürchterliche Warmzeit)

Wie stark die Ungenauigkeiten der zusammengefaßten Trendmeldungen sich auswirken können zeigt die Kurve der Temperaturentwicklung nur für die USA, wo hunderte von präzise gewarteten Wetterstationen über das 20.te Jahrhundert die folgenden Werte zeigte:

Abbildung 4: US-Temperatur nach GISS Bodenmessung (2001 korrigiert)

Man sieht viel, nur keine bedrohliche Erwärmung, (außer der El Niño Spitze 1998) vor der inzwischen auch -Al Gore sei Dank- die Amerikaner soviel Angst haben, wie wir. Beide Grafiken wurden vom GISS in Zusammen-arbeit mit der NASA produziert). Selbst die Grafik der USA Temperaturen ist bereits von Dr. James Hansen, dem Direktor des GISS, unlängst auf dreiste Weise manipuliert8 worden.

Abbildung 5: "Alte" US-Temperatur (bis 2001) und Korrekturwerte nach GISS

Ursprünglich, bis Anfang 2001 wurde auf der Website des GISS ein Verlauf der Temperatur der USA gezeigt, der selbst die oben gezeigte Minierwärmung nicht zeigte (linkes Bild). Wenn man genau hinguckt, dann war da sogar eine Abkühlung zu sehen. Das durfte nicht sein. Also wurden diese Daten flugs zu Rohdaten umettikettiert und mit Abschlägen in den 30er Jahren versehen, als es sehr warm ar. Und ab 1960 mit Zuschlägen versehen damit es von da an wärmer wird (rechtesBild). Jetzt paßte es. Die Temperatur der USA (oberstes Bild)zeigten nun auch ab den 70 er Jahren den ersehnten Erwärmungseffekt, und der war auch höher als der in den 30er Jahren. Begründet wurde diese Manipulation übrigens mit neuen Erkenntnissen, die man seitdem gewonnen hätte. Wie sich dann aber herausstellte, lagen alle diese Erkenntnisse schon vor 1999 vor. Da waren sie aber offensichtlich nicht so wichtig. Hansen ist auch derjenige, der in den 80er Jahren bei tropischen Temperaturen im sommerlichen Washington den Senatoren den Treibhauseffekt nahe brachte und bis heute Erhöhungen des Meeresspiegels von ca. 6 m voraussagt. Um dem Leser einen Einblick zu geben, was und wie alles die bodennahen Messungen beeinflußt, folgt hier eine Grafik aus einem Vortrag von Prof. Timthy Patterson von der Caleton Universität in Canada.


8 Näheres zu dieser unverschämten Manipulation hier:
btw-2005.de
und hier:
oekologismus.de

Abbildung 6: Einfluß "Urban heat effect" auf Bodenmessung

Man sieht einen kräftigen Anstieg der Temperatur bis zu 5°C und mehr, je näher man industrialisiertem oder anderweitig städtischem Boden kommt. Dieser urbane Wärmeinseleffekt ist selbstverständlich auch em IPCC bekannt. Es versucht ihn durch viele willkürliche, häufiger auch nachvollziehbare, begründete Eingriffe herauszukorrigieren. Leider geht das nicht gut, weil dieser Effekt eben überall anders ist. Die Meßstationen liegen nun mal fast alle in den Zentren von Ballungsgebieten, Universitätsinstituten, Rathäusern, oder Flughäfen. Verlegt man diese in die leeren Außenlandstriche verliert man den historischen Bezug, also müssen sie dort bleiben wo sie sind. Und messen munter weiter ihr jeweilige örtliche Temperatur, die soviel mit der Globaltemperatur9 zu tun hat wie der Igel mit dem Fensterputzen. red S. Singer und Dennis T. Abery fragten deshalb in ihrem Buch “Unstoppable Global Warming, Every 1500 Years?” ganz unschuldig, war-um denn reiche Länder eine höhere Erwärmung erleben als arme Länder? U.a. die Meteorologen Eugenia Kalnay und Ming Cai fanden nämlich heraus, daß der Wärmeinseleffekt um bis zu 5x größer ist, als ihm in den offiziellen Berechnungen zugebilligt wurde. Der verbleibende Temperaturanstieg –zumindest was die USA anbelangt- würde damit im Bereich der statistischen Meßungenauigkeit verschwinden10. Eine weitere, sehr interessante Entdeckung gelang den eiden Niederländern de Laat und Maurellis11 und sie publizierten sie im renommierten"International Journal of Climatology". Sie schreiben, daß die heute verwendeten Klimamodelle voraus-sagen, daß die HG-Erwärmung sowohl auf der Oberfläche als auch -recht gleichmäßig- in der Troposphäre auftreten müßten. Das ist jedoch nicht der Fall, wie ihre Messungen zeigen, weil, wie wir inzwischen wissen, die Oberfläche -und inbesondere die in den urbanisierten Industrieländern- eine deutlich höhere Erwärmung zeigt, als die Troposphäre. Sie schreiben ferner, daß diese Unterschiede inzwischen ein wohl dokumentiertes Pänomen darstellen und sehr wohl den Schluß zulassen, daß andere anthropogene Prozesse zu den beobachteten Oberflächentemperaturen beigetragen haben müssen. Ganz klar wird aus ihren Messungen auch erkenntlich, daß überall dort, wo THG Emissionen anfallen, also über Industrie- und Haushaltkomplexen, die Temperaturzunahme stärker ist, als dort wo diese Emissionen geringer sind, oder nicht anfallen. Das ist ja auch plausibel, da CO2 um den Faktor 1,5 x schwerer als Luft ist. Diese Unterschiede zeigen sogar beide Messmethoden, Satellit und Bodenmessung. Übermögliche Ursachen sagt das noch nichts. In die Computermodelle finden sie aber keinen Eingang, sie werden - wie so vieles andere auch- einfach ausgeblendet, oder unterschlagen. Der Leser möge selbst entscheiden, wieviel Wahrheitsgehalter den Bodenmessungen nunmehr beimißt. Hoch kann er nicht sein.


9 Eine reale physikalische Globaltemperatur gibt es nicht, sie muß mühsam und immer wieder aus den lokalen Temperaturen ermittelt werden, unabsichtliche und absichtliche Verfälschungen sind dabei die Regel.
10 James D. Goodridge Urban Bias Influences on Long-Term California AirTemperature Trends –Atmospharic Environment 26B 1(1992) und E. Kalnay& M. Cai Estimating the Impact of Urbanization and and Use on US Sur-face Temperature Trends: Preliminary Report Nature 423 (29.5.2003) 528-31
11 de Laat, A.T.J., and A.N. Maurellis, 2006. Evidence for influence of anth-ropogenic surface processes on lower tropospheric and surface temperaturetrends,International Jounral of Climatology,26, 897–913.


 Die Hockeystickkurve

Nun - wie versprochen- die Geschichte der Mann ́schen Hockeystickkurve. Der amerikanische Wissenschafter Dr. Mann und die Seinen untersuchten 1998 die Baumringe -überwiegend nordamerikanischer- Nadelbäume und leiteten aus ihnen ein Rechnermodell ab, das den folgenden Verlauf der Temperatur der nördlichen Hemisphäre errechnete: Es entstand eine wunderbare Temperaturkurve ab dem Jahre 1000, die den erschröcklichen Anstieg zur Mitte des 20. Jahrhunderts zeigte: und das war genau das, was die leitenden Herren des IPCC haben wollten.

Abbildung 7: Orginal Hockeystickkurve nach Dr. Mann & IPCC TAR 2001

Diese Kurve, 1998 berechnet, fand sofort und an prominenter Stelle Einlaß in den IPCC Bericht von 2001, wurde zigmal dort zitiert und nahm seinen Siegeszug durch die mediale und politische Welt. Wunderbar, der Mensch und sein CO2 ist schuld, hier sieht man ́s ja. Einsetzen der Industrialisierungund Anstieg der Global Temperatur gingen eng gekoppelt -nicht mehr nur korreliert - Hand in Hand. Die Champagnerkorken knallten beim IPCC. Endlich hatte man was in der Hand, um den astronomischen Forderungen an die Kyotoländer Nachdruck zu verleihen. Hier war der Beweis. Die Frage darf erlaubt ein: Ließen sich deshalb prominente Vertreter des IPCC – allen voran Sir Houghton – mit dieser Kurve im Hintergrund interviewen? Der gleiche Sir John Houghton, der die ersten 3 IPCC Reports von 1990, 995 and 2001 leitend herausgab, und 1994 schrieb:

"Solange wir keine Katastrophe ankündigen, wird keiner zuhören”.

Die Kurve hatte allerdings einige Schönheitsfehler. Als Stephen McIntyre & Ross McKitrick und andere - darunter Hans von Storch in Deutschland - einen zweiten Blick auf diese Kurve warfen, fiel ihnen uf, aß die ganze schöne, mittelalterliche Warmzeit schlicht nicht vorhanden war. Obwohl sie - weil gut dokumentiert - einwandfrei nachweisbar war.Auch die dann folgende -noch besser dokumentierte- kleine Eiszeit war nicht so recht erkennbar. Den IPCC Oberen war das irgendwann auch aufgefallen. Statt jedoch zuzugeben,daß ihre so schöne Grafik, schwere Fehler enthielt, versuch-ten sie zu verhindern, daß die Kurve offiziell korrigiert wurde. Ein mit dieser Aufgabe befaßter IPCC Wissenschaftler faßte diese Versuche in der Bemerkung zusammen:

"We have to get rid of this medievial warm up period": in gut Deutsch: "Wir müssen irgendwie diese mittelalterliche Warmzeit los-werden"

Diese Bemerkung wurde 2004 gegenüber Dr. Deming -einem amerikanischen Palaeoklimatologen gemacht-weil dieser fälschlicherweise vom IPCC Mann als Gesinnungsgenosse eingestuft wurde. Er hat sie überliefert. Stephen McIntyre & Ross McKitrick versuchten nun das Computer - Modell nachzubauen (die Zusammenarbeit mit Dr. Mann war nicht sehr ergiebig, er weigerte sich lange beharrlich Verfahren und Daten - wohl aus gutem Grund- offen zu legen) schaffte es und fütterte dieses Computerspiel nun mit allen möglichen Daten, auch den Originaldaten des Dr.Mann. Zuletzt und viele 10.000 Durchläufe später einfach mit Zufallszahlen. Und heraus kam - o Wunder- immer und immer ein Hockeystick. Das Modell konnte gar nicht anders. Es war auf diesen Schlenker hin programmiert.12 In der Zusammenfassung des bisher unveröffentlichten 4. Berichtes fehlt dieses wichtige Beweisstück für eine menschen-gemachte Klimaerwärmung völlig. Die UN und alle ihr folgenden Regierungen und GOs der GO ́s hielten es bis heute nicht für nötig sich für diese bewußte Irreführung der Menschen zu entschuldigen. Man kann sich ja mal irren, nicht wahr. Übrigens hatte sich die gesamte wissenschaftliche Fachpresse - auf wessen Druck wohl- geweigert diese Korrekturen öffentlich zu machen. Ein Schelm der Schlechtes dabei denkt. Die dann ordentlich überarbeitete Hockeystickkurve13 finden Sie hier noch einmal schön mit der IPCC –Kurve übereinander gelegt.

Abbildung 8: Orginal Hockeystick & Korrekturkurve übereinnander gelegt


12 Die Daten die Mann und Co unterdrückt hatten, fanden sich in seinem Computermodell, das zuletzt doch zugänglich gemacht wurde, im Ordner "Censored Data". Das spricht für sich.
13 Zur Güte der Vorhersagen der Computermodelle unserer Wissenschaftler vom Max Plank Institut für Meteorologie oder anderen IPCC UNO Nutznießern komme ich noch mal separat zu sprechen


Erdtemperaturverlauf bis Ende 2005

Nun zur meßtechnischen Neuzeit. Die Temperaturentwicklung im Satellitenzeitalter. Die unten stehende Grafik

Abbildung 9: Globaltemperatur ab 1996 Satellitenmessung

zeigt den aktuellsten Temperaturverlauf der Erde, von 1996 bis Ende 2006, wie er von der NASA im offiziellen Auftrag und mit Satelliten gemessen wurde. Diese umrunden seit 1979 die Erde und eine erlauben eine sehr genaue Messung der durchschnittlichen Erwärmung. Sie zeigen allerdings starke Abweichungen zu den terrestrischen Messungen, das hatte ich weiter erläutert. Vor allem aber, sie zeigen seit 1998 keine weitere Erwärmung der Erde. (trotzdem wieder über den warmen Winter 2006/2007 in den Medien als Weltuntergangsereignis spekuliert wird. Wir erinnern uns Klima ist Wetter im Durchschnitt der letzten 30 Jahre!) Das ist überaus merkwürdig, weil gleichzeitig die bösen CO2 Emissionen -trotz Kyoto-dramatisch gesteigert wurden und die Rückstrahlung -der Theorie nach- unverzüglich wirkt. Es wäre unredlich daraus schon einen dauerhaften Trend abzuleiten, aber – es sind immerhin schon 8 Jahre vergangen- wahrnehmen kann man ihn- auch im Hinblick auf die aktuelle Hysterische Diskussion-schon.

Nicht gezeigt sind die Wetterballonmessungen, die sich ins sehr guter Übereinstimmung mit den Satellitenmessungen befinden. Näheres hierzu: unter http://www.john-daly.com/ges/surftmp/surftemp.htm. Nicht eingezeichnet sind auch die verfälschenden und verfälschten Bodenmessungen. Sie finden sie weiter oben. Die Meßstationen dazu befinden sich meist in oder in der Nähe von urbanen Zentren und zeigen als solche - u.a. durch den Wärmeinseleffekt- starke Abweichungen wie weiter oben ausführlich ausgeführt wurde. Daher sind diese terrestrischen Messungen, für den o.a Zweck, also mit ihnen die Erderwärmung zu messen, nutzlos.

Mein Fazit: Es gibt Erhöhungen der Globaltemperatur im 1/10 Grad Bereich seit Ausgang des 19. Jahrhunderts (ca.0,6 ± 0,2 °C sagt das IPCC), davon der größte Anteil vor 1940, als die CO2 Produktion der Industrienationen kaum begonnen hatte). Sie liegen - mit Blick auf die mittelalterliche Warmzeit- innerhalb der natürlichen Schwankungen. Ein geringer Einfluß des Menschen ist vielleicht trotzdem anzunehmen. Irgendetwas Bleibendes müssen wir doch hinterlassen. Aber er rechtfertigt weder ein Kyotoprotoll noch andere Enteignungs- und Zwangsmaßnahmen, wie sie die Glaubensgemeinde der Klimakatastrophiker derzeit vorbereitet.


Andre' Sulk | Email: info@videcon.de | http://www.videcon.de